Mit dem Audi 100 (C2) drängt der Hersteller auch Ingolstadt verstärkt in den Export. In den USA geht der Audi 5000 an den Start, eine auf den nationalen Geschmack zugeschnittene Variante des Audi 100. Der 5000 ist in der „S“-Variante ziemlich erfolgreich und er bekommt an Ausstattung alles hineingepackt, was Audi zu bieten hat. Und das ist eine ganze Menge.
Von den deutschen Versionen unterscheidet sich der 5000 primär durch wuchtigere Stoßstangen und andere Front- und Rückleuchten, und während die US‑Kunden ein voll ausgestattetes Auto bekommen, muss der deutsche Käufer die Extras bezahlen. Mit dem 5000 S ist der Audi 100 CD 5E vergleichbar. Er bietet eine Ahnung von der Liebe zum Detail und zur Wertigkeit, die es damals gab, und die heute vielleicht verblüffend ist.

Deutscher Luxus für Nordamerika: der Audi 100 CD 5E
Der Audi 100 CD 5E markierte damals die obere Spitze der Modellhierarchie, über ihm rangierte nur noch der 200. Der ikonische 5 Zylinder Motor lieferte 136 PS und ein akustisches Klangerlebnis, das vom Feinsten war. Die ungerade Zylinderzahl generierte eine Musik, die einem 8-Zylinder-Motor ähnlich, und doch ganz spezifisch war. In dieser Zeit gewann Audi viele Fans, die den 5-Zylinder verehrten und ihm für immer verfielen.
Das Kürzel „CD“ signalisierte für die Käufer die höchste Ausstattungstufe. Vollschaumsitze, hochwertiges Velours auf den Polstern und ebenso hochwertiges Velours als Teppich setzten Maßstäbe. Heutige Autos kommen an diese unglaublichen Teppichqualitäten nicht mehr heran. Nur noch in den ganz hohen Fahrzeugklassen wird Vergleichbares geliefert.
Luxus: Audi liefert Schlummerkissen in den Polsterfarben
Zuzüglich der Velours-Polster, die es in den Farbtönen Blau, Grün, Beige und Rot mit den schönen Namen Azur, Schilf, Sand oder Coralle gab, lieferte der Hersteller zwei Schlummerkissen in Serie. Die offizielle Bezeichnung war tatsächlich so. Die Farbe der Kissen entsprach exakt der Polsterung und jedes Kissen hatte das „CD“-Logo eingestickt.
Natürlich war es nicht der Fahrer, der von den Kissen Gebrauch machen sollte. Die Passagiere im Fond sollten mit ihrer Hilfe die Fahrt komplett entspannt genießen können.

Selbstverständlich sind auch die Fenster im Audi 100 CD 5E elektrisch bedienbar. Die Schalter hierfür sind zentral mittig angeordnet. Allerdings sind sie nicht so griffgünstig wie in einem Saab platziert, wo man sie gleichermaßen blind bedienen kann.
Der Audi Fahrer findet sie unter dem Radio, vor dem Getriebewählhebel. Was Verwechslungsgefahr mit sich bringt und leider nicht die optimale Lösung ist. Die Vollausstattung wird durch eine manuelle Klimaanlage, einen Tempomat und wahlweise durch das Schiebedach und die Scheinwerferreinigungsanlage ergänzt. Abgesehen vom optionalen Automatikgetriebe war damals nicht mehr möglich.
Audi triumphiert in Nordamerika in der Luxusklasse
1978 siegt der Audi 5000 bei der Leserwahl von „Ward’s Auto World“ in der Luxusklasse vor 21 anderen europäischen Modellen, was den Hersteller zu einer Werbeanzeige in den deutschen Medien veranlasst. Der in der Anzeige abgebildete 100 CD 5E trägt übrigens den bemerkenswerten Farbton „Kupfermetallic“ (Farbcode W2), welchen man den Amerikanern sicherheitshalber lieber nicht anbietet.
Dort geht es gedeckt und gediegen zu. Der Vertrieb über die Porsche Organisation verkauft Luxus, und der soll vorzugsweise gedeckte, seriöse Farbtöne tragen.
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