Sie kennen den Datsun Laurel nicht? Datsun-Nissan präsentierte insgesamt acht Generationen der Limousine für die obere Mittelklasse, oder Oberklasse, je nach Lesart. Der Anfang war schwierig, und wer ein Faible für Fahrzeuge aus den 70er und 80er Jahren hegt, der erinnert sich noch an die chrombeladenen Limousinen für das amerikanische Publikum.
Der Datsun Laurel, der im Jahr 1979 als Baureihe C231 bereits der 4. Generation angehört, kann in Deutschland erstmals einen Achtungserfolg einfahren. Das liegt weniger an seinem Design. Immer noch dominiert der US-amerikanische Geschmack. Der Laurel erscheint wie ein Derivat einer der großen Marken aus Nordamerika, auch wenn er nach deren Maßstäben mit nur 4,50 Metern Länge ein europäisch geprägtes Auto ist.
Doch der Erfolg hat einen anderen Grund, und der verbirgt sich hinter dem Kühlergrill.

Der Datsun Laurel 240 ist eine erfolgreiche Oberklasse aus Japan!
Tatsächlich ist der Kühlergrill recht dominant, er ist eine Mischung aus Mercedes und US-Barock und wird in diesem Modelljahr von jeweils zwei rechteckigen Frontscheinwerfern flankiert. Der Laurel 240 trägt reichlich Chrom am Grill, um die Scheinwerfer und an den Stoßstangen, womit er garantiert nicht die neue Sachlichkeit eines Audi 80 (Link) trifft.
Dass er dennoch seine Käufer findet, hat nichts mit der üppigen Ausstattung zu tun, die Datsun in die große Limousine hineingepackt hat. Die Liste liest sich beeindruckend lange. Die japanischen Hersteller sind freigiebig mit ihren Extras und entwickeln sich mit niedrigen Preisen kontinuierlich zum Albtraum der europäischen Anbieter.
Der Datsun Laurel 240 hat einen Sportwagenmotor!
Ein Trumpf des Datsun Laurel ist der Reihensechszylinder, welcher aus 2,4 Litern Hubraum 113 PS schöpft. Sein Motor ist sagenumwoben, denn er kommt aus einem echten Sportwagen. Der Datsun 240 Z ist damals bereits eine Legende, der ikonische Sportwagen macht hauptsächlich in Nordamerika Karriere, aber er trifft auch hier auf echte Fans.

Der 240 ist für Datsun-Nissan der Urahn der Z- und ZX-Serie von begehrten Sportwagen, und für den Laurel nimmt man den Antrieb aus dem 240Z. Dort leistet er satte 130 PS und wird von zwei SU-Vergasern befeuert. Im Laurel 240 müssen 113 PS und ein Vergaser genügen, aber wer sich damals für die große Datsun Limousine interessiert, der kennt die Qualitäten und die Herkunft des Motors.
Es geht auch eine Nummer kleiner, aber es bleibt beim Sechszylindermotor
Erstmals fahren nicht nur Datsun Händler und deren Familien und Angehörige mit dem Laurel und eilen mit maximal 170 km/h über die Autobahn. Das Image des 240 Z, von dem viele träumen, aber den sich nur wenige leisten können, zieht Kunden an.
Wer auf Sportwagengene und den großen Sechszylinder sowie eine verschwenderisch gute Ausstattung keinen Wert legt, der wird vielleicht mit dem Laurel 200 glücklich. Auch hier bietet Datsun einen Reihensechszylinder, der dann 96 PS aus zwei Litern Hubraum holt.
Neben der großartigen Ausstattung gibt es auch eine 5-Jahres-Garantie gegen Durchrostung. Die erfordert regelmäßige Nachbehandlungen, und der Käufer eines Datsun tut gut daran, sich an die Empfehlung zu halten. Korrosionsschutz von Tectyl (Link) gibt es heute noch, damals war er essenziell, denn ohne die regelmäßige Pflege zeigt das japanische Blech seine große Schwäche.
Es rostet im Schnelldurchlauf, Korrosion frisst sich durch die Karosserie und sie ist der Hauptgrund, dass nur sehr wenige Fahrzeuge aus diesen Jahren überlebt haben.
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