Der Monza ist der eleganteste Beitrag von Opel zur Oberklasse!

Eine Fahrzeugklasse, die mehr oder weniger untergegangen ist, ist die der großen Coupés. Mercedes pflegte sie, BMW tat es auch und selbst Opel lieferte einen Beitrag. Der fällt ab 1978 besonders elegant aus, hört auf den Namen Monza und untermauert den Anspruch der Hessen, die Oberklasse nicht komplett aufgeben zu wollen.

Freilich waren die großen KAD Zeiten von Kapitän, Admiral und Diplomat schon vorbei. Vergessen war der Erfolg in der Oberklasse aber bisher nicht, der Opel Blitz funkelte immer noch und mit dem Monza bekommt er neuen Glanz. Natürlich basiert das elegante Oberklasse Coupé auf der Senator Limousine, aber das ist kein Nachteil.

Und während sie die große Opel Limousine auch mit ganz bürgerlichen Antrieben angeben muss, arbeiten im Monza zum Start nur feine Sechszylindermotoren.

Der Monza ist der Oberklasse Beitrag von Opel
Der Monza ist der Oberklasse Beitrag von Opel

Der Monza ist der eleganteste Beitrag von Opel zur Oberklasse!

Opel hat in den alten Zeiten einen richtig feinen Motorenbau, der, wenn er darf, tolle Antriebe in die Welt bringt. Die meiste Zeit verbringen die Ingenieure damit, das Klientel zu bedienen, welches den Ascona oder Kadett (Link) kauft. Mit diesen Fahrzeugen wird das Geld verdient und die Werke ausgelastet. Manchmal aber konstruiert man schöne Reihensechszylinder, die in Technik und Laufkultur den Antrieben aus München oder Sindelfingen kaum nachstehen.

Der Monza bekommt zum Start zwei Versionen des Reihensechszylinders. Der 3.0 E genannte Dreiliter leistet 179 und hat eine L-Jetronik Einspritzung. Ein kleiner 2.8 S mit Vergaser rundet mit 140 PS das Angebot nach unten ab. Opel setzt klassenuntypisch auf das Fließheck, die große Heckklappe ist ein Argument für alle Pragmatiker, die einen eleganten Zweitürer mit einem gewissen Nutzwert zu schätzen wissen.

Im Innenraum erwartet den Kunden keine Überraschung. Das Interieur stammt weitestgehend aus dem Senator und es zeigt deutlich, dass Opel sein Geld mit der Massenproduktion und nicht mit Manufakturware verdient. Und eigentlich hat der Senator den Innenraum des noch günstigeren Rekord übernommen, sodass klar wird, wo der Hersteller den Rotstift ansetzt. Der relativ günstige Einstieg in den Monza wird auch mit Materialien erkauft, die zwar in Ordnung gehen. Die aber im Vergleich zu den süddeutschen Marken recht einfach sind.

Opel liefert feine Reihensechszylinder mit satten Verbrauchswerten
Opel liefert feine Reihensechszylinder mit satten Verbrauchswerten

Der Opel Monza ist Oberklasse, mit klassenüblichen Verbrauchswerten

Klassenüblich sind hingegen die Verbrauchswerte. Für den 3.0 E geben die Hessen 16,5 Liter aus 100 km/h an, der 2.8 S ist mit 16 Litern kein bisschen sparsamer. Aber während der kleine Sechszylinder mit einer Spitzengeschwindigkeit von 195 km/h an der prestigeträchtigen Zahl 200 scheitert, rennt der große Monza stolze 215 km/h.

Das Image des Opel Monza ist damals jedenfalls größer als man es heute vermuten würde, und das liegt auch daran, dass der Hersteller im Zug der Modellpflege immer wieder Akzente setzt. Mal sind es Recaro Sitze, die es für den Monza GSE in Serie gibt. Dann ist das elegante Coupé der erste Opel mit digitalen Anzeigen, welche allerdings aufpreisfrei abbestellt werden können, was viele auch tun.

Opel belässt das Oberklasse Coupé bis 1986 im Angebot. Dann ist die Zeit abgelaufen, der Reihensechszylinder ist mangels intensiver Pflege nicht mehr auf der Höhe der Zeit, er wurde von anderen Marken im Hinblick auf Verbrauch und Laufkultur überholt. Und auch der Innenraum altert rapide, das günstige Interieur aus dem Opel Rekord wird von immer mehr Kunden verschmäht.

Damit verabschiedet sich der Hersteller aus dem feinen Marktsegment der großen Coupés. Nicht ohne weiter von der Oberklasse zu träumen. Der Name Monza macht bei Opel in den folgenden Jahren immer wieder die Runde. Als Gerücht für ein elegantes, großes Coupé, das vielleicht eines Tages den Blitz wieder zum Strahlen bringen könnte.


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Jonas
Jonas
11 Monate zuvor

Ich fuhr einst den Monza und ich habe ihn geliebt! Der GSE war Oberklasse, mit kleinen Schwächen im Detail die man ihm verziehen hat.

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