Im Jahr 1984 ist bei Alfa Romeo Aufatmen angesagt. Der Alfa 33 entwickelt sich zum Erfolgsmodell und verkauft sich in ganz Europa glänzend. Besonders die Quadrifoglio Version, jene mit dem grünen vierblättrigen Kleeblatt, sorgt bei den Kunden für glänzende Augen und hebt das Image des kompakten 33.
Der weit unten im Motorraum kauernde 105-PS-Boxer sorgt nicht nur für einen perfekt tief liegenden Schwerpunkt, sein Klang verzaubert die Herzen der Alfisti und die Fahrleistungen sind auf der Höhe der Zeit. Alfa Romeo plant das eigene Überleben und kündigt an, spätestens 1985 die tiefroten Zahlen hinter sich gelassen zu haben.
Mit erhöhter Produktivität, mehr Qualität und neuen Modellen soll es gelingen.

Der Alfa 33 ist ein Erfolgsmodell – aber kann er die Marke retten?
Die vertiefte Kooperation mit Nissan soll die drohende Übernahme durch Fiat verhindern, und in der Theorie rechnet man sich gute Chancen aus. Für Alfa Romeo Verhältnisse ist der Alfa 33 ein rundum gelungenes Auto. Das Chaos der Alfasud Tage hat man hinter sich gelassen, die Produktion läuft hochautomatisiert, durch externe Expertise.
Der Autobauer hat sich Hilfe von Olivetti, Italiens großem Computerkonzern, geholt. Der optimiert die Abläufe, vernetzt die Werke und technologisch ist Alfa für den Moment weit vorn. Im Detail hakt es natürlich nach wie vor. Der Alfa 33 fährt sich wirklich großartig, aber der Feinschliff wird ihm bis zum Ende seiner Karriere fehlen. Eine komplett klapperfreien 33 gibt es nicht, die Qualität bleibt schwankend und das Leben ist generell ungerecht.
Alfa führt einen Lifestyle-Kombi ein und ist der Zeit voraus
Denn mit dem Alfa 33 Giardinetta führt die Marke so etwas wie einen Lifestyle-Kombi ein. Damit ist Alfa Romeo der Zeit und den Trends voraus, zumal es den Giardinetta auch als 4 × 4 gibt. Ist das genug für das Überleben?

Es wird nicht reichen. 1985 wird für die Marke zum Katastrophenjahr. Die optimistischen Planungen treffen alle nicht zu. Die Produktion bricht ein, statt mehr als 200.000 Fahrzeuge produziert man nur noch 157.625 Einheiten. In Deutschland werden ein Drittel weniger Neuwagen abgesetzt, die Verluste weiten sich auf den Rekordbetrag von 300 Millionen DM aus.
Der Rettungsanker, die Kooperation mit Nissan, erweist sich als grandioser Flop. Die Produktion des Alfa Romeo Arna wird eingestellt, die Zusammenarbeit gilt als gescheitert. Ein noch strikteres Sparprogramm und die Streichung von Modellreihen soll jetzt die Rettung bringen. Währenddessen laufen hinter den Kulissen Gespräche mit GM, Fiat und Ford.
Der Alfa 33 ist zwar das Erfolgsmodell, welches die Kunden lieben. Aber die Selbstständigkeit der Marke kann es nicht retten. Am 1. Januar 1987 übernimmt Fiat das Ruder. Der Kampf um die Selbstständigkeit ist vorbei.
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