Sportliche Sonderserie aus Köln: Der Ford Capri Schwarz Gold!

Eines der beliebtesten Sportcoupés der 70er Jahre trägt das Ford Zeichen am Kühlergrill. Der Ford Capri II ist der Dauerrivale des Opel Manta und zwischen beiden Fahrzeugen liegt mehr als die Distanz zwischen den Werken in Rüsselsheim und in Köln. Was man fährt, ist eine Lebenseinstellung. Man ist Opel- oder Ford Fan und zwischendrin gibt es nichts.

Beide Hersteller arbeiten intensiv daran, die Modelle aktuell zu halten, und 1975 bieten die Kölner eine Capri Sonderserie mit dem Namen Schwarz-Gold an. Beide Farben sind zu dieser Zeit ein Signet für Sportlichkeit, und schwarze Autos mit mehr oder weniger dezenten goldenen Akzenten findet man bei verschiedenen Herstellern.

Ganz so dezent ist der Capri natürlich nicht, er trägt seine Sportlichkeit massiv zur Schau und basiert auf der ohnehin schon sportiven GT Version.

Ford Capri Schwarz Gold (1975)
Ford Capri Schwarz Gold (1975)

Sportliche Sonderserie aus Köln: Der Ford Capri Schwarz Gold!

Die Frage, warum Schwarz und Gold, ist einfach zu beantworten. In den 1970er Jahren beginnen Tabakfirmen intensiv, den Motorsport zu verändern. Nationale Rennwagenfarben verschwinden, sie werden von den Markenfarben verschiedener Zigarettenhersteller abgelöst. Der Pionier auf diesem Feld ist ein Anbieter mit dem Namen „John Players Special“.

Ab 1972 fahren Rennwagen in den Firmenfarben Schwarz und Gold über die Rennpiste und andere Hersteller ziehen rasch nach. Aber „John Player Special“ (JPS) wird zu einer Legende, die JPS Rennwagen von Lotus prägen eine ganze Ära. Nigel Mansell fährt einen Lotus-Renault in den JPS Farben. Honda lackiert seine Renner ebenfalls zeitweise im coolen Schwarz und Gold.

Das Verhältnis zum Tabakgenuss ist damals allgemein entspannt. Keiner stört sich an ihm und das Image tendiert in Richtung Freiheit, Abenteuer und Männlichkeit. Die Wahrnehmung war komplett anders als heute.

Auch weitere Hersteller erkennen die Werbewirksamkeit der Formel 1 und des Motorsports allgemein. Gulf Oil wird mit den Porsche Le Mans Rennwagen bekannt, aber über allem schwebt die sagenhafte Zigarettenfirma.

Wer hier an eine Zigarettenmarke und die Formel 1 denkt, liegt richtig. Werbung im Jahr 1975.
Wer hier an eine Zigarettenmarke und die Formel 1 denkt, liegt richtig. Werbung im Jahr 1975.

Der Capri Schwarz Gold ist für Fans sofort der „John Players Special“ Capri

Wer damals jung ist, der reflektiert umgehend auf Schwarz Gold, und Ford erkennt die Werbewirksamkeit und bringt ein Stück Formel 1 auch zum Capri. Obwohl auf der Karosserie nirgendwo etwas von „John Player Special“ geschrieben steht, ist die Assoziation immer gegenwärtig.

Das sportliche Erscheinungsbild kombinieren die Kölner mit den drei stärksten Motoren. Die beiden 6-Zylinder mit 138 oder 106 PS sind verfügbar, der 88 PS starke Vierzylinder bildet die Basis. Alle haben eine schwarze Innenausstattung mit Sportlenkrad und Sportsitzen. Sämtliche Capri tragen die schwarze Sonderlackierung mit goldenen Zierstreifen und ebenfalls goldenen Akzenten.

Ford spielt die Karte der Exklusivität geschickt aus. Was nach Formel 1 und Rennwagen aussieht, und nach einem ziemlich teuren Auto, das bekommt natürlich auch ein nummeriertes Besitzerzertifikat. Unter den Capri Fans wird die Schwarz Gold Serie dann auch sofort „John Player Special“ genannt.

Die Signalisation ist zu eindeutig. Der Hersteller selbst spricht von einer sehr überschaubaren Serie, ohne jedoch konkrete Stückzahlen zu nennen. Von Anfang an ist der Capri ein begehrtes Sammlerobjekt, heute trifft man ihn mit Glück als Ausstellungsexemplar bei Shows für klassische Fahrzeuge.


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Frank 89
Frank 89
10 Monate zuvor

Der ist einfach „WOW“!

Hätte ich auch haben wollen, hat Ford gut gemacht.

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