Umweltschutz mit einem Diesel und dem Citroën BX Leader

Wenn man in der automobilen Welt etwas vermissen könnte, dann ist es die Extravaganz von Citroën. Der BX ist vielleicht der letzte, wahre extravagante Beitrag in der Mittelklasse. Er polarisiert. Entweder man mag ihn, oder man lehnt ihn ab. Im Jahr 1986 steht das erste Facelift auf dem Plan.

Citroën wünscht sich den BX etwas kompatibler mit dem Markt.

Mit anderen Worten: Die Marke entschärft den BX. Um zuvor die Lager zu leeren und den Umsatz zu beleben, greift man zu einem bewährten Mittel. Der Citroën BX Leader rollt als Sondermodell zu den Händlern. Mit einem satten Preisvorteil und einer zweifarbigen Lackierung soll er die Kunden überzeugen.

Die können mit ihrem Neuwagen zusätzlich Steuern sparen und die Umwelt schützen. Mit einem Diesel.

Aktiver Umweltschutz mit dem Citroën BX Leader Diesel
Aktiver Umweltschutz mit dem Citroën BX Leader Diesel

Umweltschutz mit einem Diesel und dem Citroën BX Leader

Tatsächlich gibt es am BX einiges, was man entschärfen kann. Da sind die genialen Lupeninstrumente, der Walzentacho und die Bediensatelliten. Kein BX Fahrer beschwert sich über sie, aber die Motorpresse arbeitet sich am Anderssein der Marke immer wieder ab. Das kostet Citroën Kunden und die Sympathien möglicher Interessenten.

Vermutlich ist es jedoch so, dass die daraufhin eingesetzten konventionellen Veglia Instrumente einfach billiger als die vorherige Lösung sind.

Zumindest erwecken sie den Eindruck, dass sie eine ganze Menge französischer France weniger im Einkauf gekostet haben können. Der Innenraum ist jetzt dem Massengeschmack entsprechend möbliert, es gibt sogar einen echten Blinkerstockhebel und die Motorpresse hat nichts mehr zu meckern.

Außen wird man das Facelift durch neue, größere und weiße Blinker erkennen, die bündig mit den Scheinwerfern an der Front abschließen. Der Citroën BX hat damit einen harmonischeren Auftritt, hat aber auch an Persönlichkeit verloren. Speziell, wenn man den fortan kompatiblen Innenraum betrachtet.

Ob das Facelift der Marke mehr Kunden bringt, ist offen, vielleicht gefällt es dem ein oder anderen eingefleischten Fan nicht, sodass er keine Lust auf einen Neuwagen zeigt. Immerhin bleibt die Hydropneumatik erhalten, welche seit dem GS (Link) ein Alleinstellungsmerkmal der Franzosen in der Mittelklasse ist.

Umweltschutz jetzt - so wirbt Citroën 1986
Umweltschutz jetzt – so wirbt Citroën 1986

33 Monate steuerfrei als Dank für den Umweltschutz

Der potenzielle Interessent kann zum Jahresanfang 1986 noch zum Citroen BX Leader Diesel greifen. Die Bi-Color Lackierung steht dem Fahrzeug, es wirkt eleganter und gestreckter, und die Front ist noch die ursprüngliche. Selbst im Innenraum ist die Welt noch in Ordnung. Die Bedienung läuft über die Satelliten links und rechts vom Armaturenbrett, wer 10 Minuten geübt hat, erledigt alle Aufgaben fehlerfrei und möchte kein anderes Bedienkonzept mehr.

Das Beste aber ist die Steuerersparnis. Der Citroën BX Leader Diesel ist 33 Monate von der Kfz-Steuer befreit unterwegs. Er steht für aktiven Umweltschutz, wofür der Hersteller in doppelseitigen Annoncen wirbt. Die beachtliche Ersparnis von 1.690 DM nimmt der Käufer, welcher der Umwelt so viel Gutes tut, natürlich gerne mit.


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