Die Alfa Romeo Giulia ist für ihre Macher der Durchbruch auf dem europäischen Markt. Sie wird zum Dauerbrenner und ihr Konzept ist so beliebt, dass BMW es übernimmt. Eine sportliche Limousine, die Wünsche erfüllt und dennoch familientauglich ist, das ist die Blaupause für den Erfolg.
Zuerst wird die Giulia in Portello produziert, aber 1963 ereignet sich für Alfa Romeo entscheidendes. Die neue Fabrik in Arese nimmt den Betrieb auf. Sie ist eines der weltweit modernsten Autowerke und zugleich die größte Produktionsstätte der Mailänder-Marke.
Am Anfang ist es die Giulia Sprint GT, die hier von den Bändern rollt.

Die Alfa Romeo Giulia Super, exklusiv, aber nicht teuer
Denn die Limousine wird weiter in Portello hergestellt, nur schrittweise wandert ihre Produktion in die Arese Fabrik. Die Giulia 1300 wird ab 1964 in Arese hergestellt, dann folgen die T.I. Sportmodelle. Ab 1965 bündelt Alfa Romeo die mit den Sportmodellen gewonnenen Erfahrungen, die Giulia Super betritt jetzt die Bühne.
Sie ist eine gutmütige Sportlimousine mit Langstreckencharakter. Der Doppelvergasermotor garantiert für einen relativ geringen Verbrauch und mit einer Spitze von 175 km/h ist die Giulia weit vorn im Club der schnellsten im Land. Der Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen gehört zu den feinsten Antrieben, welche man kaufen kann; der typische Klang und das gut zu schaltende Getriebe mit fünf (!) Vorwärtsgängen machen jede Fahrt zur Freude.
Durch die moderne Fertigung sieht sich Alfa Romeo in der Lage, auch günstige Preise zu bieten. Das, was die deutschen Hersteller nur gegen Aufpreis liefern, liefert die Giulia in Serie. Denn vier Türen bei einer Limousine sind im Jahr 1967 eigentlich eine Angelegenheit für den Mehrpreis, wenn man bei Opel, Ford oder bei einer anderen Adresse einkauft.

Fünf Vorwärtsgänge präsentieren reinen Luxus, viele Marktbegleiter von Alfa Romeo bieten sie nicht einmal als Option an. Vier Scheibenbremsen sind Sportwagen-Liga, Drehzahlmesser sind nur in hochpreisigen Autos zu finden und Verbundglasscheiben sind ein Thema, das, obwohl sicherheitsrelevant, lange noch zusätzlich zu zahlen ist.
In 15 Jahren verkauft Alfa mehr als 592.000 Giulia Limousinen, sie ist ein echter Dauerbrenner der Marke. Die Mailänder sind mit diesen Stückzahlen weiter exklusiv, wie die Werbung aus dem Herbst 1967 richtig feststellt. Nur die Preise sind es nicht mehr.
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