Mitsubishi Galant 2000 GLS, wertbeständige Arbeit aus Japan

Mitsubishi machte 1980 mit dem überarbeiteten Galant einen großen Schritt. Die Mitsubishi Mittelklasse, die eine gründliche Auffrischung des Vorgängermodells (A120) war, präsentierte sich jetzt gründlich geglättet, frischer, kantiger und eindeutig auf den europäischen Geschmack zugeschnitten.

Chrom und US-Style waren Vergangenheit, und der Galant nahm die Designsprache des kleineren Colt an, der sich zahlreich verkaufte und der in Deutschland für die Hälfte des Absatzes verantwortlich war. MMC Auto Deutschland in Trebur freute sich auf weiteres Wachstum, wofür der Galant handfeste Gründe lieferte.

Wertarbeit aus Japan - der Mitsubishi Galant
Wertarbeit aus Japan – der Mitsubishi Galant

Mitsubishi Galant 2000 GLS, wertbeständige Arbeit aus Japan

Die Japaner hatten das Fahrwerk gründlich überarbeitet und die Starrachse auf Importmärkten in den Ruhestand geschickt. Nur im Heimatland waren noch kleinere Motorisierungen mit der alten Achse lieferbar, in Deutschland gab es für den Käufer bis auf den 1,6 Liter die Einzelradaufhängung rundum und Scheibenbremsen an allen Rädern.

Das war keineswegs selbstverständlich und gehörte wie die Komplettausstattung zu den Stärken japanischer Marken in den 80er Jahren.

Wo Kunden etablierter deutscher Marken ein Kreuzchen in der Aufpreisliste setzen mussten, zum Beispiel für die Einstellung der Außenspiegel von innen oder elektrische Fensterheber und Drehzahlmesser zusätzlich zahlen sollten, war bei Mitsubishi alles ohne Extrakosten an Bord. Der Galant hatte sogar H4 Scheinwerfer in Serie. Der direkte deutsche Mitbewerb zeigte sich hier deutlich knausriger.

Es war nicht verwunderlich, dass die Japaner als Albtraum der heimischen Marken galten. Sie lieferten nicht nur viel mehr Ausstattung für weniger Geld, mit Gadgets, die piepsten, klingelten, oder blinkten. Die Fahrzeuge waren zusätzlich zuverlässig und gut verarbeitet. Zwar punkten die Deutschen bei Motoren, Getrieben und vor allem beim Fahrwerk, verspielten aber diese Vorteile wieder durch mangelnde Zuverlässigkeit und eine nachlässige Verarbeitung.

Werbung für den Galant (1981)
Werbung für den Galant (1981)

Das Blatt wendete sich erst, nachdem zahlreiche deutsche Manager nach Japan gepilgert waren, die Philosophie der permanenten Verbesserung übernommen hatten (Link) und die Produktivität von VW, Opel, Ford und Co zu den Japanern aufschloss.

Der Mitsubishi 2000 GLS war eine Art Warnschuss für die Deutschen, denn die Motorpresse lobte ihn. Und auch der 2,3 Liter Turbodiesel mit 95 PS bekam etwas von diesem Lob ab. Der Fachzeitschrift Auto-Motor-Sport gefielen die hervorragenden Fahrleistungen.

Die Motorenpalette für den Galant wurde konstant erweitert. Zusätzlich zum Turbodiesel und den beiden Benzinern gab es ab Ende 1981 erstmals einen Turbo Benziner mit 145 PS, der den Galant fliegen ließ und den Beginn des Turbo-Zeitalters auch bei Mitsubishi einläutete.

Technische Daten Mitsubishi Galant 2000 GLS (1981):

Reihenvierzylinder, 1997 cm³, 120 PS, 168 Nm bei 3.500 Umdrehungen/min

Einspritzung

Querlenker und Federbeine vorn, Querlenker und Federbeine hinten

Leergewicht 1.200 Kilogramm

Höchstgeschwindigkeit 175 km/h

 


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