Der Talbot Samba punktet als intelligenter Stadtwagen

Zu den fast vergessenen Automarken darf man Talbot zählen. Der Talbot Samba ist in den 80er Jahren extrem populär, er bevölkert die Innenstädte und sein Erfolg hat handfeste Gründe. Talbot ist zu dieser Zeit die dritte Marke im PSA-Konzern neben Peugeot und Citroën.

Hervorgegangen aus Simca, dem lästigen und zeitweise sehr erfolgreichen Rivalen, wird sie nicht unbedingt geliebt und die Zeit ihrer Existenz ist kurz. Dennoch ist der Talbot Samba, welcher den in die Jahre gekommenen Simca 1000 (Link) ersetzt, ein bemerkenswerter Stadtwagen.

Wie der Citroën LN basiert er auf dem Peugeot 104. Und er macht alles besser als sein Technologiespender.

Talbot Samba, ein bemerkenswerter Stadtwagen
Talbot Samba, ein bemerkenswerter Stadtwagen

Der Talbot Samba punktet als intelligenter Stadtwagen

Der Talbot ist in dem Trio, das aus dem 104 und LN besteht, der größte und der teuerste Wagen. Vor allem aber bringen es die Ex-Simca Entwickler fertig, daraus den Besten zu machen. Der Wendekreis ist mit 9,89 Meter der kleinste in dieser Klasse, und als 50-PS GL wird der Talbot zusätzlich als ökonomischstes Auto Europas ausgezeichnet.

Unter der Haube arbeiten Peugeot-Motoren, im Laufe der von 1981 bis 86 gehenden Produktionsgeschichte kann der Kunde zwischen 45, 50 und 72 PS wählen und im teuersten GLS arbeitet serienmäßig sogar eine 5-Gang-Schaltung. Mit dem Samba knüpft Talbot außerdem an die alte Motorsport-Tradition an. So wie zuvor der Simca 1000 fliegt auch der Samba weltweit über die Rallye-Pisten.

Was macht den Talbot so beliebt? Der Samba trägt das typische vertraute Marken-Gesicht, wie es auch der Horizon (Link) tut, und die Ausstattung ist umfangreich und die Preise sind fair. Dazu kommt das sehr dicht gewobene Netz von Werkstätten und Händlern, alleine in Deutschland sind es 1982 rund 1.500, welche ihre Kunden meist schon aus Simca Zeiten kennen.

Werbung für den Talbot Samba 1982 - erfolgreich, aber ohne Zukunft
Werbung für den Talbot Samba 1982 – erfolgreich, aber ohne

Aber das ist es nicht alleine. Der Samba ist eine halbe Nummer erwachsener als 104 und LN und wahrscheinlich macht das den Unterschied. Er ist ein Kleinwagen für die Stadt, aber einer, in dem man keinen Verzicht spürt. Er ist ein Vollwert-Auto, und vielleicht ist Talbot mit der Idee der Zeit sogar ein kleines Stück voraus.

Dann wäre da noch das Cabriolet, als welches es den Samba ebenfalls zu kaufen gibt. Es hebt das Image, es ist nicht nur als Zweitwagen äußerst beliebt, und als im Juni 1986 der Verkauf sämtlicher Fahrzeuge der Marke in Deutschland eingestellt wird, bedauern das nicht nur die Händler.

Tatsächlich gibt es einen Nachfolger für den Samba, der ähnlich ökonomisch mit Treibstoff umgeht, der aber einen anderen Namen tragen wird. Talbot wird abgewickelt, die Geschichte ist vorbei. Der neue kommt unter dem Doppelwinkel auf den Markt und trägt den Namen Citroën AX.


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